Hausärzte-Diabetes-Zentrum Kelheim

Diagnose Diabetes

Ein Diabetes wird diagnostiziert, wenn der Nüchternglukosewert über 126 mg/dl liegt oder ein Glukosewert (auch nach dem Essen) über 200 mg/dl gemessen wird. Die Diagnose wird auch gestellt, wenn im OGTT (Zuckerbelastungstest) nach 2 Stunden ein Wert von über 200 mg/dl gemessen wird oder der HbA1c (Zuckerlangzeitwert) bei 6,5% oder höher liegt.

Ein Gestationsdiabetes ist eine erstmals während der Schwangerschaft aufgetretene Glukoseverwertungsstörung. Bei Diabetes Typ 1 führt in der Regel eine durch Autoantikörper vermittelte Immunreaktion zu einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Es tritt dann ein Insulinmangel ein, so dass der Blutzucker nicht mehr durch das fehlende Insulin gesenkt werden kann und somit ansteigt.

Bei Diabetes Typ 2 steht  die Insulinresistenz im Vordergrund, wodurch das körpereigene Insulin nicht ausreichend gut wirken kann. Als Ausgleich produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin und kann damit den Glukosespiegel oft lange Zeit niedrig halten. Schließlich kommt es zur Erschöpfung der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse und der Blutzuckerspiegel steigt an.

Typische Symptome sind dann vermehrter Durst und Mundtrockenheit, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit oder Sehstörungen. Durch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen beim Hausarzt (siehe dort) lässt sich ein Diabetes frühzeitig erkennen.