Hausärzte-Diabetes-Zentrum Kelheim

Diabeteszentrum

Diabetes­zentrum

Schwerpunktpraxis Diabetes

Im Hausärzte-Diabetes-Zentrum stellt – neben der hausärztlichen Versorgung – die Behandlung von Menschen mit Diabetes einen Schwerpunkt dar. Zahlreiche Patienten werden von ihren Hausärzten zur Mitbehandlung an das Diabeteszentrum überwiesen. Ein häufiger Grund ist das Neuauftreten eines Diabetes oder die Optimierung der Diabeteseinstellung, daneben gibt es zahlreiche weitere Gründe einer Überweisung. Zu nennen seien nur der Diabetes mellitus Typ 1 und 2, der Gestationsdiabetes (in der Schwangerschaft), die Durchführung einer Schulung und Probleme der Füße (diabetisches Fußsyndrom).

Diagnose Diabetes

Ein Diabetes wird diagnostiziert, wenn der Nüchternglukosewert über 126 mg/dl liegt oder ein Glukosewert (auch nach dem Essen) über 200 mg/dl gemessen wird. Die Diagnose wird auch gestellt, wenn im OGTT (Zuckerbelastungstest) nach 2 Stunden ein Wert von über 200 mg/dl gemessen wird oder der HbA1c (Zuckerlangzeitwert) bei 6,5% oder höher liegt.

Ernähr­ungs­beratung und Schulungen​

Basis der Diabetestherapie ist die Teilnahme an einer Schulung sowie die Beratung zu Ernährung und Bewegung. Das Hausärzte-Diabetes-Zentrum bietet verschiedene Schulungen durch unsere Diabetesberaterinnen an. In der Regel finden die Kurse einmal pro Woche als Doppelstunden gegen Abend statt.

Medika­mentöse Therapie​

Eine Insulintherapie ist bei Diabetes Typ 1 unverzichtbar. Unterschieden werden dabei Basalinsuline mit einer Wirkdauer zwischen 12 und 24 (48) Stunden und kurzwirksame Insuline, die vor dem Essen oder zur Korrektur gegeben werden. Diese sogenannten Bolus- oder Mahlzeiteninsuline besitzen eine Wirkdauer zwischen 3-6 Stunden.

Diabetes­technologie

Ziel der Diabetestherapie ist eine gute Einstellung mit geringen Glukoseschwankungen unter Vermeidung von Hypoglykämien (Unterzuckerungen). Ein Glukosemonitoring ist bei Diabetes Typ 1 sowie bei Diabetes Typ 2 mit Insulintherapie notwendig. Auch bei einem entgleisten Diabetes oder ohne Insulintherapie bei Diabetes Typ 2 kann ein Glukosemonitoring sinnvoll sein.

Schwanger­schaft und Diabetes - Gestations­diabetes

Besteht ein erhöhtes Risiko für einen Diabetes sollte bereits zu Beginn der Schwangerschaft eine Untersuchung des Zuckerstoffwechsels mittels einer Blutabnahme (Nüchternblutzucker, HbA1c) erfolgen. Im Verlauf der Schwangerschaft ist in den Mutterschaftsrichtlinien zur Schwangerenvorsorge zwischen der 24. und 28. Woche ein Zuckerbelastungstest vorgesehen.

Diabetisches Fußsyndrom

Eine häufige und wichtige Folgeerkrankung des Diabetes ist das diabetische Fußsyndrom mit offenen Stellen an den Füßen. Diese werden durch Durchblutungsstörungen und Schädigungen der Nerven verursacht.